|
Die Sanierungsplanung des denkmalgeschützten Gutshauses wurde
in intensiver Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde
des LK Ostvorpommern und dem Landesamt für Denkmalpflege MV
erarbeitet. Ziel war die Herausarbeitung und Erhaltung der
ursprünglichen Gebäudestruktur- und Elemente.
Die Arbeiten wurden durch Handwerksbetriebe mit herausragenden
Erfahrungen in der Denkmalpflege durchgeführt. Insgesamt wurden
etwa 2000m Eichen- und Fichtenfachwerk ausgetauscht. Bei der
Ausmauerung der Gefache an den Außenwänden wurden die alten
Mauerziegel wiederverwendet. Im Innenbereich wurden alle Wände
wieder mit Lehmziegeln, wie ursprünglich vorhanden, ausgemauert.
Die innenliegende Wärmedämmschale der Außenwände ist in intensiver
Handarbeit als Stampflehmwand entstanden. Alle Wände
und Decken im Gebäude sind wieder mit Lehmputz versehen worden.
Die Wärmeversorgung erfolgt durch einen Holzvergaserofen.
Im Salon des Gebäudes befindet sich ein Kaminofen, welcher
bei Betrieb neben der Wärmestrahlung zusätzlich in das
Heizungsnetz einspeist.
Die Raumheizung des Gebäudes wurde in Form von
Wandflächenheizungen in die Lehmputzebene eingebracht, so
dass in dem Gebäude keinerlei Heiztechnik sichtbar ist.
Die Dachdeckung erfolgte durch Bieberschwanz- Kronendeckung
nach historischen Vorbild.
Insgesamt wurden ausschließlich ortsbild- und regionaltypische
Baustoffe eingesetzt, welche unserem Anspruch nach konsequent
ökologischen Materialien entsprechen.
Der Erdgeschossbereich ist barrierefrei und behindertenfreundlich
ausgeführt sowie eingerichtet worden.
|