Sanierung

Die Sanierungsplanung des denkmalgeschützten Gutshauses wurde in intensiver Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des LK Ostvorpommern und dem Landesamt für Denkmalpflege MV erarbeitet. Ziel war die Herausarbeitung und Erhaltung der ursprünglichen Gebäudestruktur- und Elemente.

Die Arbeiten wurden durch Handwerksbetriebe mit herausragenden Erfahrungen in der Denkmalpflege durchgeführt. Insgesamt wurden etwa 2000m Eichen- und Fichtenfachwerk ausgetauscht. Bei der Ausmauerung der Gefache an den Außenwänden wurden die alten Mauerziegel wiederverwendet. Im Innenbereich wurden alle Wände wieder mit Lehmziegeln, wie ursprünglich vorhanden, ausgemauert. Die innenliegende Wärmedämmschale der Außenwände ist in intensiver Handarbeit als Stampflehmwand entstanden. Alle Wände und Decken im Gebäude sind wieder mit Lehmputz versehen worden. Die Wärmeversorgung erfolgt durch einen Holzvergaserofen. Im Salon des Gebäudes befindet sich ein Kaminofen, welcher bei Betrieb neben der Wärmestrahlung zusätzlich in das Heizungsnetz einspeist. Die Raumheizung des Gebäudes wurde in Form von Wandflächenheizungen in die Lehmputzebene eingebracht, so dass in dem Gebäude keinerlei Heiztechnik sichtbar ist. Die Dachdeckung erfolgte durch Bieberschwanz- Kronendeckung nach historischen Vorbild.

Insgesamt wurden ausschließlich ortsbild- und regionaltypische Baustoffe eingesetzt, welche unserem Anspruch nach konsequent ökologischen Materialien entsprechen.
Der Erdgeschossbereich ist barrierefrei und behindertenfreundlich ausgeführt sowie eingerichtet worden.

Bilder der durchgeführten Maßnahmen

Haupteingang Hofseite Ost- und West-Fassade

Das Team

Während der 2-jährigen Sanierungsphase unterstützten zahlreiche helfende Hände die Umbaumaßnahmen. Auch zur Schalldämmung verwendete der Bauherr ausschließlich ökologische Baustoffe (Hanf), wie auf dem Bild zu sehen ist.

(Bildquelle: OSTSEEZEITUNG vom 12.05.2004)