Gutshaus erhält Erweiterung - aus: Ostseezeitung vom 02. Dezember 2005
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Dort wo seit 1965 der Kindergarten von Neuendorf stand, wächst jetzt ein für das sanierte Gutshaus wichtiges Nebengebäude.
Neuendorf. Das Wetter passte zum Anlass: Strahlender Sonnenschein lag gestern Vormittag über Neuendorf, als Claus-Christoph Ziegler mit Tischlermeister Thomas Müller aufs Gerüst kletterte, um den symbolisch letzten Nagel in das Erweiterungsgebäude für das Neuendorfer Gutshaus zu schlagen und den Richtspruch zu sprechen.
"Erst eineinhalb Wochen ist es her, dass die Bauarbeiten begannen", lobte Ziegler den Zimmereibetrieb aus Mackenrode im Eichsfeld. Für die Firma ist Neuendorf auf Usedom kein weißer Fleck. Bereits beim Wiederaufbau des historischen Gutshauses von 1820, das erst im Sommer fertig wurde, waren die Fachleute aus Nordthüringen federführend. Grund genug für Ziegler, auch jetzt auf deren Sachverstand zurückzugreifen, als es um die Errichtung des benachbarten Seminar- und Verpflegungsgebäudes ging. Das steht genau da, wo sich seit 1965 der Kindergarten des Ortes befand und hat nahezu die gleiche Gebäudeform. Lediglich der Keller blieb erhalten.
Äußerlich soll sich der rund 300 000 Euro teure Bau - knapp 50 Prozent steuert das Land MV bei - harmonisch ins Ortsbild einfügen. "Deshalb sind wir vorher auf der Insel Usedom herum gefahren und haben uns alte Scheunen und Bauernhäuser angeschaut". Den alten Häusern hat das Paar Details abgeschaut, die sich an dem Neubau wiederfinden sollen: holzverkleidete Giebel, Tonziegel in Biberschwanzform fürs Dach, Holzfenster. Selbst für das Geländer der rund 60 Quadratmeter großen Terrasse dienen historische Vorbilder. "Wir hatten den Rest eines alten Geländers von einer früheren Terrasse des Gutshauses gefunden. Danach lassen wir jetzt ein neues für die Seminarhaus-Terrasse anfertigen", freut sich Ziegler.
Grund genug, dass sich das Gutshaus ab Anfang Juni vor allem auch Menschen, die unter Umweltgiften leiden, als Urlaubsquartier empfiehlt. Ebenso wie Gehbehinderten oder Rollstuhlfahrern: im Erdgeschoss sind alle Wohnungen und Gemeinschaftsräume behindertengerecht.
Das rund 160 Quadratmeter große Funktionsgebäude ist für künftige Tagungs- und Seminargäste unabdingbar, die der Eigentümer in der touristenarmen Zeit im Gutshaus begrüßen will. In der Hauptsaison dagegen soll hier
so mancher Radfahrer, der auf dem Weg zur Krumminer Wiek oder nach Möwenort ist,
eine Erfrischung bekommen. Bis zur nächsten Saison soll alles fertig sein. Die ersten Urlauber hatten dagegen schon im vergangenen Juli und August im Gutshaus Quartier bezogen. Wie beim Gutshaus legt Ziegler auch beim Nachbargebäude Wert auf das Bauen mit ökologischen Stoffen. Statt Mineralwolle kommen beispielsweise Zellulose-Flocken für die Dämmung zum Einsatz.
(gekürzt)
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Bauarbeiten für das Seminar-und Verpflegungsgebäude in vollem Gange
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Der Ersatzneubau für die ehemalige Kindertagesstätte auf dem Gutsgelände hat begonnen.
Bis Ostern 2006 entsteht ein mit ausschließlich ökologischen Baustoffen konzipiertes
Seminar- und Verpflegungsgebäude mit teilöffentlichem Gaststättenbetrieb.
Bis Weihnachten 2005 werden die Arbeiten an der Gebäudehülle abgeschlossen sein.
Den Hausgästen des Gutshauses Neuendorf kann dann wahlweise Frühstück oder Halbpension
angeboten werden.
Es werden grundsätzlich nur ökologisch erzeugte Lebensmittel verwendet und Getränke angeboten. Das Gebäude kann zudem als Seminarraum für bis zu 50 Personen gemietet werden.
In der ca. 40m² großen Lehrküche werden zukünftig von der Gutshofverwaltung Kochseminare angeboten.
Sollten wir ihr Interesse geweckt haben, dann sprechen Sie mit uns über Ihre Urlaubspläne.
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Bewerbung - Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
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2. Juni 2005 - NDR-Fernsehen vor Ort mit der Sendung "Land und Leute"
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Endspurt für altes Gutshaus - aus: Ostseezeitung vom 23. April 2005
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Am 3. Juni soll das sanierte Neuendorfer Gutshaus feierlich eingeweiht werden.
Zwei Tage später reisen die ersten Urlauber an.
Von Antje Müller
Neuendorf. In einen staubigen Overall gehüllt stapft Claus-Christoph Ziegler
(38) über sein Grundstück in Neuendorf. Lang war der Winter, jetzt endlich können die
Pflasterarbeiten rund um das fast fertig sanierte Gutshaus beginnen. Während der
Radlader eine neue Fuhre historischer Pflastersteine bringt, misst Ziegler mit seinem
Angestellten Traugott Beylich den künftigen Weg ein.
Im Inneren des um 1820 errichteten historischen Herrenhauses liegt die Gestaltung derweil
ebenfalls in den letzten Zügen. Gerade wurde die sanierte Holztreppe ins Obergeschoss
eingebaut. Im Erdgeschoss malern Zieglers Schwiegereltern eine der künftig acht
Ferienwohnungen. Die sehen schon jetzt einladend aus: geräumig mit viel Licht und offenem
Raumzuschnitt. In der 1. Etage werden letzte Fliesen in einer der Küchenzeilen verlegt. Die
Fußböden - historisches Parkett - sind drin, ebenso wie die Innentüren.
Mit Stolz verweist der gebürtige Rostocker auf liebenswerte Details, die ihm bei der
Sanierung des denkmalgeschützten Hauses wichtig waren: so unter anderem die historischen
Einbauschränke im Dachgeschoss sowie kleine Kammern mit original erhaltenen Türen samt alter
Beschläge. Behutsam ist der als Landschaftsarchitekt tätige Bauherr auch bei der Verwendung der
Baumaterialien vorgegangen: "In diesem Haus wurde keine Dose Bauschaum und auch keine Mineralwolle
verwendet, stattdessen nur ökologische Baustoffe", erklärt er.
Grund genug, dass sich das Gutshaus ab Anfang Juni vor allem auch Menschen, die unter Umweltgiften
leiden, als Urlaubsquartier empfiehlt. Ebenso wie Gehbehinderten oder Rollstuhlfahrern: im Erdgeschoss
sind alle Wohnungen und Gemeinschaftsräume behindertengerecht.
Breits fest steht das Datum der feierlichen Eröffnung: Sie soll am 3. Juni verbunden mit dem
diesjährigen dritten Neuendorfer Marktfest stattfinden. Kurz darauf wollen Ziegler und seine
Lebensgefährtin die ersten Urlauber im Gutshaus begrüßen.
Zuvor geht es noch ans Einrichten: Auch das soll so erfolgen, dass sich die Gäste künftig wie in einem
echten Herrenhaus fühlen. Alle Wohnungen sowie der Salon werden mit historischen Möbeln ausgestattet.
Von Küchenbuffet bis zum Kanapee. Nur die Betten sind selbstredend funkelnagelneu.
Mit der bevorstehenden Einweihung steht ein Projekt vor dem Abschluss, das erst im Herbst 2002 begann.
Damals hatte Ziegler, der bis vor kurzem im thüringischen Heiligenstadt ansässig war, das marode Gutshaus
von der Gemeinde erworben. Nach Entkernung und Beräumung begannen die eigentlichen Bauarbeiten vor rund
zwölf Monaten.
Doch Ziegler hegt bereits weitere Pläne. Die benachbarte Baracke, der ehemalige Kindergarten, soll schon
bald als Seminarraum und Verpflegungsgebäude hergerichtet werden. Baugenehmigung und Förderbescheid liegen
bereits vor, der Abriss ist geplant. Doch der eigentliche Baustart wird erst 2006 erfolgen.
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3. Juni 2005 - Einweihung des Guthauses
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Am 3. Juni diesen Jahres wird unser Gutshaus feierlich eröffnet. Nachdem die Sanierungsarbeiten
abgeschlossen sind möchten wir ab Juni 2005 die ersten Gäste willkommen heißen.
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4. und 5. Juni 2005 - 3. Marktfest am Gutshaus in Neuendorf
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Die Vorbereitungen laufen bereits erfolgreich. Zu erwarten sind mehr
als 10 Handwerker und Kunsthandwerker, die äußerst lebendig ihr Handwerk
nicht nur präsentieren, sondern auch die Besucher durch Mitarbeit zu
Akteuren werden lassen. Was ist besser als eine Erfahrung mit Kopf und Händen?
Vertreten sind ein Papierschöpfer, Drucker, Stellmacher, Korbmacher, Töpfer,
das Filzhandwerk, Batik und einiges mehr.
Musikalisch wird es am Samstag lebhafte Blechblastöne von
Grinsteins Mischpoke aus Berlin geben. Mit Klarinette, Saxophon,
Tuba, Tenorhorn, Percussion, Akkordeon und Gitarre lösen sich Klezmer
und brachiales balkanisches Basserlebnis ab.
Auch diesmal wird es eine Buchlesung geben. Der Sonntag beginnt mit einer
kleinen Andacht als Start in den 2. Markttag.
Kurz gesagt: Viel Buntes, Lebendiges und vor allem Einmaliges am Rande
und doch mitten im Geschehen für kleine und große Marktbesucher.
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